Unsere Bienenwiese

Schon vor einigen Jahren haben wir damit angefangen, auf Teilen unserer Hoffläche Kräuter und verschiedene Blumenmischungen für Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten, Kleintiere sowie Vögel und Wildtiere anzubauen. Wenn man sieht, wie gut dieses angenommen wird, fängt man an, über Vieles nachzudenken.

Da die Rufe nach Artenvielfalt und Biodiversität immer mehr in den Fokus rücken, möchten wir auch denjenigen eine Chance geben, sich daran aktiv zu beteiligen, die vielleicht keinen geeigneten Garten oder ein Stück Natur zur Verfügung stellen können, um der Natur etwas zurückzugeben.

Bienenwiese am Hof Balster in Selm

Wir sind daher bereit, wie schon in den letzten beiden Jahren, einen Teil unserer Ackerfläche in eine Blühwiese für besagte Tiere im Frühjahr einzusäen. Für 50€/Jahr wandeln wir 100 qm2 Ackerfläche in eine extensive Blühwiese um. Natürlich werden während dieser Zeit keine Pflanzenschutzmaßnahmen erfolgen und auch keine Düngemittel ausgebracht. Wir haben vor, auf zwei verschiedenen Flächen die Mischung einzusäen. Sie können als Privatperson oder beispielsweise als Schulklasse, Kita oder Firma eine Patenschaft übernehmen. Da es eine Fläche für die Natur sein soll, möchten wir das Begehen und das Pflücken von Blumen grundsätzlich verbieten, da sonst der eigentliche Zweck nicht erfüllt wird. Wir haben am Rand der Fläche einen schönen Picknickplatz mit zwei Bänken und Tischen für Sie eingerichtet. Dort können Sie frühstücken, picknicken oder einfach nur die Natur genießen. Machen Sie sich einen schönen Tag, vielleicht mit anschließendem Spaziergang im nahegelegenen Schloss Nordkirchen und genießen Sie das Münsterland einmal anders. Als Pate kommen Sie namentlich auf eine Liste, die am Feldrand aufgestellt wird, aber natürlich nur, wenn Sie dieses wünschen.

Aktion mit Erfolg

Schon in den vergangenen drei Jahren war die Aktion ein großer Erfolg. Wir konnten im Jahr 2019 160 Patenschaften und im Jahr 2020 185 Patenschaften vergeben. Im letzten Jahr waren es sogar 270 Patenschaften und somit 2,7 Hektar, die für viele verschiedene Tiere als Lebensraum zur Verfügung standen. Wild- und Honigbienen, Hummeln, Schmetterlinge, Taubenschwänzchen, verschiedenste Vogelarten wie Stieglitz, Blau-, Kohl- und Schwanzmeise fanden und finden einen idealen Lebensraum. Auch immer seltener werdende Tiere wie Feldhase und Jagdfasan siedelten sich auf der Wiese an, ebenso das Rehwild, die Kornweihe und den Rotmilan haben wir mehrmals beobachten können. Für die Fledermäuse haben wir der Saatmischung auch spezielle Nachtblüher beigemischt.

Klatschmohn auf der Blumenwiese vom Hof Balster in Selm

Neue Patenschaft für 2022

Wo und wie wurde die Fläche bearbeitet beziehungsweise neu angelegt?

Wie der ein oder andere Pate vielleicht gesehen hat, sieht unsere Bienenwiese jedes Jahr anders aus. Im ersten Jahr (2019) hatten wir optimale Aussaatbedingungen für unsere bunte, einheimische Blühfläche. Wir hatten auf 1,65 ha eine schöne prächtige bunte Mischung an Pflanzen, die auch zu unterschiedlichen Zeiten geblüht haben. Somit hatten die Insekten und Wildtiere auch über einen langen Zeitraum Nahrung, um sich und ihre Nachkommen zu versorgen.

Im Jahr 2020 haben wir die Fläche erst im Frühjahr bearbeitet, da viele Insekten Ihre Eier in den Pflanzen abgelegt haben. Um diese nicht zu zerstören, wurde wie gesagt der Zeitpunkt möglichst weit ins späte Frühjahr verlegt. Leider fand die Aussaat unter extrem trockenen Bedingungen statt und der erste Regen zum Auflaufen der Saat ließ lange auf sich warten. Dies hatte zur Folge, dass sich der „weiße Gänsefuß“ mit seinen tiefen Wurzeln als heimisches Beikraut durchsetzen konnte. Da er flächendeckend und sehr stark die erste Saat schon in der jungen Phase unterdrückt hat, haben wir die komplette Fläche noch einmal eingesät. Leider nur mit begrenztem Erfolg, da das Samenpotenzial stark im Boden verbreitet ist. So ist auch die zweite Aussaat mit fast 60 verschiedenen Pflanzen nicht so geglückt, wie erhofft. Zumindest nicht auf den ersten Blick. Nichts desto trotz, auch diese Pflanze zieht Nährstoffe aus dem Boden und bietet vor allem Fasanen, Feldhasen, Rehen usw. Deckung gegenüber Greifvögeln aus der Luft. Zudem haben wir festgestellt, dass der „weiße Gänsefuß“ nur dort gewachsen ist, wo der Boden bearbeitet wurde.

Daraufhin hatten wir eine ganz neue Variante der Blühwiese für uns als Versuch erkannt. Wir ließen diese Blühwiese im Jahr 2021 unberührt. Das heißt, keine Bodenbearbeitung, die zu erneutem Kraftstoffverbrauch führt, keine Bodenbearbeitung, wo wieder Kleinstlebewesen und Regenwürmer verletzt oder getötet werden. Alles in der Hoffnung, dass nur die ausgesäten Pflanzen aus dem Vorjahr wieder neu erscheinen und der „weiße Gänsefuß“ unterdrückt bleibt. Sicherlich war diese Wiese in den ersten Monaten des Frühjahrs für viele Betrachter denkwürdig! Die alten Stängel des Beikrautes prägten lange das Bild, bis der Wind sie dann doch irgendwann umgedrückt hat. Aber: Diese Fläche war und ist reine Natur! Es war natürlich auch einmal eine Brennnessel dabei und vielleicht ist auch nicht jede Pflanze aus dem Vorjahr wieder gekommen, aber – und das ist das, worauf wir wirklich stolz sind: wir haben wieder wildlebende Tiere, wie wir es nicht mehr für möglich gehalten haben! Früher als Kind hatten wir alleine um unseren Hof herum ca. 30 bis 40 Fasanen. In den letzten Jahrzehnten ist der Bestand fast gen Null gelaufen, vielleicht sah man mal einen Hahn, aber Nachwuchs?? Nein, den gab es einfach nicht mehr. Wenn es mal ein Gelege gab, dann haben es irgendwelche Räuber wie die Krähe für sich schnell entdeckt und dieses wertvolle Gelege zerstört.

Dadurch, dass wir den Boden gar nicht bearbeitet haben und wir durch die hohen Stängel und Altpflanzen einen unheimlich dichten Unterschlupf bieten konnten, hatten es die Greifvögel und Krähen aber auch der Fuchs schwer, hier Tiere auf der großen Fläche ausfindig zu machen. Zudem bot das reiche Nahrungsangebot optimale Bedingungen für die Regeneration des Fasanenbestands. Schätzungsweise 20 Fasanen sind nun wieder rund um den Hof zu sehen. Zudem wurden kleine Wiesel gesichtet, viele Rehe und ihre Kitze. Sogar ein Rebhuhn wurde gehört. Dies sind Tiere, die man augenscheinlich sehen kann. Wir können uns vorstellen, dass es mit dem Insektenbestand ähnlich sein wird. Daher sind wir wirklich froh, dass es für viele Bereiche anscheinend noch nicht zu spät ist!

Wenn wir wieder genügend Paten für das Jahr 2022 finden, werden wir ca. die Hälfte der ersten Fläche im Frühjahr pflügen und neu einsäen. Einfach um auch wieder eine ordentliche Vielfalt bieten zu können und einer Verbuschung vorzubeugen. Die andere Hälfte und auch die Neueinsaaten aus dem letzten Jahr möchten wir stehen lassen, um die genannten Vorzüge weiter zu nutzen. 2023 wird dann die andere Hälfte neu eingesät. 2024 die Neueinsaat aus letztem Jahr.

Wir würden uns freuen, wenn Sie unser “Projekt Bienenwiese 2022” unterstützen würden. Natürlich können Sie auch wieder mit unseren Gutscheinen ein Stück Natur verschenken. Wenn Sie, oder Sie mit Ihren Freunden, mit Ihrer Firma, Partei, Kita usw. das Projekt unterstützen wollen, können Sie für nur 50€ 100 m² Ackerfläche in eine Blühwiese umwandeln. Natürlich darf auch wieder jeder Pate ein Picknick an unserer Blühwiese genießen. Sie können auch als Pate wieder namentlich auf unserem Plakat am Feldrand erwähnt werden und erhalten bei Interesse ein eigenes Zertifikat. Wenn Sie uns weiterempfehlen, würden wir uns sehr freuen. Theoretisch können wir noch ca. 100 zusätzliche Patenschaften, also ca. 10.000 m² für die Umnutzung von Ackerfläche in eine Blühwiese anbieten.

Gutschein für die Bienenwiese

Anmeldung: Patenschaft „Balsters Bienenwiese 2022“

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